Christian/Digibike,
Direkt auf der Seite des ersten Links ist auch dasselbe Video.
Wie MagWeb korrekt sagt, der Schwerpunkt wird mittels 'Dichteänderungen', also gezielte Hohlräume erreicht. MagWeb hat auch erkannt, dass damit das Modell mit 100% Füllung gedruckt werden müsste (die dezidierten Hohlräume natürlich ausgenommen).
Im Video kann man erkennen, dass zumindest der Teddybär und der Dinosaurier nicht mittels FDM (FFF) gedruckt wurden, sondern mit flüssigem Harz. Damit sind die Hohlräume kein Problem mehr. Für uns Schmelzer wird es deutlich schwieriger, da wir keinen Support für die Hohlräume nehmen dürfen (man könnte es nicht entfernen, und das Gewicht würde dem Ausbalancieren einen Strich durch die Rechnung machen).
Im Video spricht man davon, das Kleber nicht mehr notwendig wäre, dabei sehen einige der Teile im Video so aus, als ob sie eine oder mehrere Nähte hätten. (Vielleicht, damit das Harz aus den Hohlräumen entfernt werden konnte?)
Ich will die Software nicht schlecht machen, es hat sicher seine Berechtigung und ist eine tolle Sache. Ich hoffe es beweist mir einer im Forum, dass es für uns auch brauchbar wäre. Vielleicht kann man der Software vorschreiben, keine Hohlräume zu verwenden, und nur mittels Volumen- und Maßänderungen zu arbeiten.
Ich habe auch meine Erfahrungen mit dem Ausbalancieren: der Christbaumschmuck sollte gerade hängen (
hier), und der Wurfgleiter sollte auch gleiten, und nicht bloß geworfen werden (
hier). Zum Glück bietet mein CAD Programm einiges an Analyseunterstützung. Damit hat man die Koordinate des Schwerpunkts. Und nachdem der Schmuck und der Flieger mit 100% Füllung gedruckt wurden, klappt es auch ziemlich gut.
Wollte ich ein großvolumiges Objekt mit einem geringeren Füllungsgrad drucken, müsste ich es im CAD simulieren - 2 unterschiedliche Materialien mit entsprechendem Dichteunterschied ineinander verschachteln. Damit habe ich zwar dann den Schwerpunkt - ist er aber nicht dort, wo ich ihn haben will, beginnen die (zigfachen?) Änderungsiterationen....
mjh11